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Wir empfehlen: | ||||||||||||||||||||||||||||||||
Castor-TransporteDer Transport von abgebrannten Brennelementen, sowie hoch radioaktivem
Abfall (der zum Schutze der Umwelt und Bevölkerung zusätzlich verglast
ist) erfolgt zumeist in Castor-Behältern, da diese
bisher der sicherste Schutz für den hoch radioaktiven
Abfall seien sollen. Der Name Castor stammt ursprünglich aus dem Englischen
und heißt: “Cask for storage and transport of radioactive
material“ (Behälter zur Lagerung und Transport radioaktiven
Materials). Meist werden diese Castoren per Zug transportiert. Wenn das Ziel
der Castoren weiter weg liegt, wird der Castor auch per Flugzeug oder Schiff
transportiert.
Auch wenn es viele verschiedene technische Ausführungen von
Castorbehältern gibt, sind alle nach dem selben Grundkonzept aufgebaut:
Die Behälter
sind 5-6 Meter hoch, haben einen Durchmesser von 2,5 Meter und wiegen beladen
120 Tonnen. Die Außenwand ist etwa 450 Millimeter stark und besteht aus
Grauguß, einem speziellem Gußeisen. Grauguß zeichnet sich
durch besonders hohe Festigkeit und Zähigkeit aus. In der Wandung des
Gußkörpers sowie im Boden- und Deckelbereich sind Stäbe aus
Spezialkunststoff eingelagert, die zur Neutronenabschirmung dienen. Das zu
transportierende hochgiftige Material wird in einem besonderen Gestell aus
Borstahl in den Behälter hineingestellt. Der Behälter wird mit einem
Mehrfachdeckelsysthem geschlossen. Der Behälter besteht aus einem etwa 340
Millimeter starken Primärdeckel sowie einen 130 Millimeter starken
Sekundärdeckel aus Edelstahl. Die beiden übereinander liegenden Deckel
werden mit dem Behälterkörper fest verschraubt, wobei eine
zusätzliche Stahlplatte des Deckelsystem vor mechanischen Einwirkungen und
Feuchtigkeit geschützt. Kopf- und Fußende des Behälters sind mit
Tragevorrichtungen versehen.
Die Behälter müssen auf Grund der Zwischenlagerung auch für
eine Langzeitlagerung geeignet sein.
Für die technische Sicherheit der Castortransporte wurden verschiedene
Tests durchgeführt. Zu diesen zählen beispielsweise:
In Deutschland sind im Zeitraum von 1973 bis 1995 rund 1600 Behälter
mit abgebrannten Brennelementen aus Kernkraftwerken befördert worden. In
Frankreich werden jährlich rund 250 Behälter und in
Großbritannien über 700 Behälter mit abgebrannten Brennelementen
zu den Wiederaufbereitungsanlagen transportiert.
Allerdings laufen diese Transporte in Deutschland selten störungsfrei
ab. Die Bilder der letzten bekannten Castor-Transporte gleichen sich. Besorgte
Umweltschützer blockieren die Straßen und Eisenbahnschienen. Die
Gegner der Castor-Transporte befürchten einerseits ein Entweichen von
Radioaktivität und andererseits einen schweren unvorhergesehenen Unfall,
der die Behälter so beschädigt, daß große Strahlungsmengen
in die Umwelt gelangen könnten.
Der Schutz der Transporte durch Sicherheitskräfte (Polizei-,
Grenzschutz und Bundeswehr) ist für den Steuerzahler sehr kostspielig
geworden. Für den bisher größten Castor-Transport am 20.
März 1998 von den Atomkraftwerken Neckarwestheim und Grundremmingen nach
Ahaus wurden 30000 Sicherheitskräfte benötigt. Der Transport kostete
geschätzt 100 Millionen DM.
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